Stillen nach Bruststraffung

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Hallo zusammen,

ich habe meine Brüste im November 2009 straffen und vergrößern lassen.

Mein Sohn ist nun eine Woche alt und wie befürchtet klappt es nicht so gut mit dem Stillen. Ich hätte gerne voll gestillt, aber ich bekomme pro Pumpgang vielleicht gerade mal 30ml-40ml raus und ich muss dafür wirklich lange pumpen. Ich pumpe, wenn es die Zeit zu lässt, tagsüber alle zwei Stunden, in der Nacht aber nicht. Meine Ernährung habe ich soweit umgestellt (Stilltee, Karamalz usw.) doch leider sind meine Brüste immer noch "platt". Für das Pumpen habe ich mich übrigens entschieden, weil ich sehen wollte, was da wirklich raus kommt und damit ich die Restmenge zufüttern kann! Denn nur mit der Milch bekomme ich ihn definitiv nicht satt, er war extrem ausgetrocknet und deswegen natürlich auch sehr schlecht gelaunt.

Was mich dabei einfach wundert ist, dass ich keinen Milchstau habe. Ich dachte immer, dass die Brustwarze abgetrennt wird und dass dann der Kontakt zu den Milchdrüsen fehlt, diese sich aber mit Milch füllen und man eine Entzündung bekommt. Ich hingegen hatte einfach keinen richtigen Milcheinschuss - die Brust wird auch nie wirklich hart! Meine Mutter hatte übrigens auch sehr wenig Milch... .

Besteht da die Hoffnung, dass ich überhaupt noch mit den heilen, vorhandenen Milchdrüsen mehr Milch produzieren kann? Oder wird die Menge, auf Grund der zerstörten Milchdrüsen, immer so gering bleiben?

Ich würde mich über Antworten freuen :)

Liebe Grüße,

Shiva88

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Bild von stillmami

Hallo Shiva!
Erstmal noch herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deines Sohnes! Du schreibst er ist erst eine Woche alt. Ich denke, nach der kurzen Zeit, kannst Du noch nicht von Scheitern reden.
Es gibt auch späte Milcheinschüsse. Pumpst Du auch nachts?
In der Nacht regt man die Produktion sogar noch mehr an, da die Hormonkonzentration höher ist. Warum legst Du nicht an?
Der Kontakt und das Saugen des Kindes gibt viel mehr Glück und Zufriedenheit für beide! Du kannst danach noch zusätzlich zur Anregung noch abpumpen, wenn Du willst. Soweit ich weiß, gibt es doch Operationen, wo das Implantat unter den Muskel geschoben wird. Somit werden keine Milchgänge zerstört.
Welche Art der Operation hattest Du?
Ich würde mich noch einmal genau bei meinem Frauenarzt/ärztin erkundigen oder mit der Hebamme vor Ort ins Gespräch gehen.
Gib nicht zu schnell auf, manchmal braucht es eine Weile, bis der Körper sich auf die neue Situation eingestellt hat.
Ich wünsche Dir alles Liebe und viel Freude mit Deinem kleinen Schatz!
Alles gute und liebe Grüße!!!

Bild von Shiva88

Hallo Stillmami,

danke für deine Antwort und die Glückwünsche!

Das Problem sind nicht die Implantate, die sind unter dem Brustmuskel. Das Problem ist, dass ich meine Brüste straffen lies - somit wurden die Brustwarzen abgetrennt und neu platziert.

Ich lege den Kleinen auch an und habe danach auch schon abgepumpt. Ich habe festgestellt, dass die Milch danach viel besser fließt.

Manchmal bekomme ich bei einem Pumpgang mit Mühe und Not gerade mal 30 oder 40 ml raus, heute Abend habe ich sogar 60 ml raus bekommen. Allerdings hatte ich da eine längere "Abpumppause". Ich pumpe allerdings in der Nacht nicht und beim ersten Pumpgang nach der Nacht war dennoch nie so viel drinnen (dabei habe ich gelesen, dass die Milch gerade im Schlaf gut nachproduziert wird?). In der Nacht pumpe ich nicht, weil ich mir das ehrlich gesagt nicht antun will. Ja, da spricht etwas die Bequemlichkeit raus, aber ich pumpe wirklich immer lange. Mindestens immer 30 Minuten, eher länger - oder ist das normal mit einer Handpumpe??? Wenn ich nachts pumpe, wie lange sollte ich dann pumpen? Bisher mache ich das immer, bis keine Milch mehr kommt... .

Ich denke, ich habe die Milchmenge bereits ein wenig erhöht. Nur habe ich das Gefühl, dass es nie reichen wird... .

Meine Hebamme kennt natürlich das Problem. Sie hat mir Tips gegeben, was ich alles zu mir nehmen kann. Aber sie hat mir mal vorsichtig nicht so viel Hoffnung gemacht, einfach auf Grund der OP und weil meine Mutter auch nicht viel Milch hatte und das wohl erblich ist.

LG

Bild von stillmami

Liebe Shiva,
so wie Du schreibst denke ich, dass Du alles erdenkliche machst, um Deinem Baby Deine Milch zu geben. Auch hast Du auf Seiten Deiner Hebamme viel Beistand und Unterstützung. Setze Dich nur nicht so unter Druck. Mal ist es etwas mehr Milch, mal etwas weniger.
Wichtiger ist, dass Du viel Zeit in Liebe mit Deinem Baby verbringst. Durch viel Körperkontakt und Entspannung produzierst Du viele Hormone, die dann wieder mehr Milch produzieren.
Pumpe auch nicht zu lange. Das bringt nicht mehr, sondern mach es lieber häufiger und kürzer zum anregen.
Versuche einfach diesen Leistungsdruck auszuklinken und sei stolz auf das, was Du Deinem kleinen Baby an Muttermilch und Liebe gibst. Ob es an einem Tag weniger ist oder an einem anderen Tag mehr ist, ist nicht so entscheidend.
Weiterhin alles Liebe und Gute und eine schöne Zeit für Euch!

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