Stillprobleme durch Klinik

Bild von Sumpfmoppel

Hallo,
ich habe meine Tochter vor 4 Wochen zur Welt gebracht. Da ich gesundheitliche Probleme hatte wurde die Geburt eingeleitet und meine Tochter war deutlich untergewichtig. 37 SSW und 2310g Geburtsgewicht.
Am ersten Tag war meine Tochter auf der GP1, da ich bei der Geburt 1 1/2 Lieter Blut verloren habe und vorher schon ziemlich ausgelaugt war fehlte mir am ersten Tag die Kraft meine Tochter auf den Arm zu nehmen und zu stillen. Gebracht wurde sie mir nicht, weil sie beobachtet werden musste, obwohl ihr eigentlich nichts fehlte.
Ich habe dann Milch abgepumpt und die wurde dann von den Schwestern mit einer Spritze gegeben. Am zweiten Tag bekam ich meine Tochter endlich aufs Zimmer. Als ich um Hilfe beim Anlegen bat, hatte ich eine recht grobe Schwester die meine Tochter so falsch angelegt hatte dass ich am Rand der Brustwarze einen leichten Bluterguss bekommen habe und meine Tochter immer unruhiger wurde. Nach langem hin und her hatte es endlich geklappt, aber nach einer halben Stunde fing meine Tochter wieder zu schreien an und ich hatte das Gefühl, dass sie noch Hunger hatte und wollte Ihr Nahrung zufüttern. Die Schwestern haben mir aber nichts gegeben, da sie satt sein müsste und nur ihren saugreflex befriedigen will.
Am dritten Tag war meine Tochter zu schwach zum trinken und ist immer wieder nach 10 Minuten an der Brust eingeschlafe und hat Pausen von 4 bis 5 Stunden eingelegt. Am vierten Tag hat sie dann Gelbsucht bekommen. Ich habe alle drei Stunden Milch abgepumpt und ihr mit der Flasche gefüttert.
Als wir nach Hause dürften wurde mir noch gezeigt wie ich meine Tochter mit Stillhütchen stillen kann weil ich leichte Flachwarzen habe.
Jetzt sind wir seit 3 Wochen zu Hause ich pumpe alle 4 Stunden ab und füttere meine Tochter mit abgepumpter Milch und mit Zusatznahrung. Wenn ich sie mit Stillhütchen anlege trinkt sie 30 bis 60g (lt Waage) in 1/2 bis 1 Stunde, ohne Stillhütchen habe ich starke schmerzen und sie bekommt lt. Waage gar nichts. Dies ist auf jedenfall zu wenig. Die kleine trinkt pro Mahlzeit 130 bis 160 ml alle 3 bis 5 Stunden. Die Hebamme sagte es wäre schön wenn sie am Tag 600 ml trinkt, sie trinkt über 700ml und wiegt mittlerweile auch über 3kg.
Ich habe das Gefühl dass meine Tochter durch die Unterversorgung in meinem Bauch und in den ersten Tagen auf der Welt wie ausgehungert ist und jetzt alles in sich hineinschlingt was sie bekommt. Ich würde sie gerne stillen aber durch das Stillhütchen tut sie sich so schwer und ohne geht irgendwie auch nicht.
Das Abpumpen halte ich nicht mehr lange aus ich fühle mich unwohl und meine Brust tut jeden Tag mehr weh.

Bild von IrisMutti

Hallo!
Ich kann gut verstehen, dass Du keine Motivation mehr hast, weiter zu stillen.
Aber ich kann Dich nur ermutigen, es wieder jeden Tag aufs Neue zu probieren. Ich habe auch am Anfang mit Hütchen gestillt, bis ich es definitiv satt hatte.
Ich habe immer vor dem Stillen angepumpt, bis die Milch floß und die Warze ein bißchen durch die Saugkraft der Pumpe vorgeformt war. Dann habe ich schnell meinen Sohn angelegt. Mit viel Willenskraft haben wir es geschafft. Auch wenn er nicht so ausgehungert war und noch geduldiger, hat es auch gut geklappt. Leg doch einfach an, bevor der große Hunger kommt! Wann immer und wieviel, darf das Kind selbst bestimmen. Muttermilch ist frei von Mengenangaben! Freu Dich doch, daß Deine Tochter so gut zunimmt und alles so toll wieder aufgeholt hat.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen und viele schöne "stille" Momente mit Deinem Kind!
VLG
Iris

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