Die Bindung zum Kind ist ein Grundbedürfnis

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Die Bindung zum Kind ist ein Grundbedürfnis

Do., 02/07/2019 - 17:59
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Nach dem Geburtsvorgang ist die Nähe zur Mutter das wichtigste. Mutter und auch das Baby sind noch überwältigt vom Wunder der Geburt.

Die ersten Stunden und Tage sind eine besondere Zeit für eine Muter und auch den Vater. Der Kontakt soll so ruhig und ungestört als möglich vonstatten gehen. Es ist der Start einer lebenslangen, wunderbaren Beziehung und äußerst wichtig für das Urvertrauen. Im diesem Artikel gehen wir auf die folgenden Aspekte ein:

  • Die Signale des Kindes
  • Eine verlässliche Antwort
  • Die Vater-Kind-Beziehung/Bindung
  • Der Prozess einer Eltern-Kind-Beziehung

Der Tragling

Neugeborene werden als "Traglinge" geboren. Sie brauchen die Fürsorge der Mutter wie die sprichwörtliche Luft zum atmen. Dabei ist die Liebe und Nähe einer Mutter unabdingbar, sonst verkümmert so ein kleiner Wurm! Säuglinge würden ohne Hilfe, Fürsorge, Liebe und Nähe der Mutter verhungern und sterben.

Im Mutterleib, in der Gebärmutter, sorgt die Nabelschnur für die lebensnotwendige Verbindung mit der Mutter. Wenn das Kind geboren wurde, sind Nähe, der Hautkontakt mit der Mutter und die Hege sowie Pflege und Liebe sehr wichtig. Die Welt ist für den Säugling fremd und unbekannt. Unzählige Sinnesreize prasseln auf das Kind ein. Um Vertrauen zu fassen, ist es sehr wichtig, dass die Nähe zur Mutter herrscht. Das Baby fühlt sich durch die Mutter geliebt, umsorgt und sicher. Die Nähe sollte möglichst ständig, an 7 Tagen und 24 Stunden, erfolgen.

Was benötigte das Baby?

Wie bereits erwähnt, benötigt das Baby nun die ganze Aufmerksamkeit der Mutter. Ganz wichtig dabei ist:

  • das Stillen
  • Nähe, Geborgenheit
  • Liebe - welche das Baby spürt
  • Wärme
  • eine liebevolle Pflege

Die Nähe zur Mutter bietet den Schutz, den das Baby braucht. Eine Mutter tröstet ihr Kind, gibt ihm Schutz durch Geborgenheit und Liebe. Derart geliebt, kann sich das Baby optimal entspannen.

Die kindlichen Signale

Ein Baby hat Instinkte und Reflexe von Geburt an, die angeboren sind. Somit kann es den Kontakt zur Mutter gleich suchen. So wird das Baby die Brust der Mutter von ganz alleine suchen. Es kann auch den Geruch seiner Mutter wahrnehmen. Aber auch ihre Wärme und ihr Gesicht werden dem Baby bald ganz vertraut.

Der Säugling liebt hohe Töne der Mutter. So sind leise Schlummerlieder ein Favorit des Babys. Diese haben eher hohe Töne und keine tiefen sowie lauten Töne. Davor hat ein Baby nämlich eher Angst.

Baby entdeckt seine Umgebung

Das Baby macht große Augen und schaut sich die Umgebung und die Welt damit an. Sie ist für das kleine Häuflein Mensch noch fremd. Der Säugling hat äußerst feine Fühler, was die Gefühle seiner Mitmenschen angeht. So spürt es Misstöne sofort, oder wenn die Umgebung nicht harmonisch und im Einklang ist. Es grenzt fast schon an ein leichtes Wunder, mit welchen Fähigkeiten ein kleines Baby auf Gefühle reagieren kann. Seine Wahrnehmung dazu funktioniert ausgezeichnet. Die Sinne des Babys haben großen Anteil daran, die Umgebung zu erkunden und wahrzunehmen.

Die Hormone der Mutter setzen bestimmte Stoffe frei. Das Baby sucht die Brust, wenn es beispielsweise hungrig ist. Durch die Saugbewegungen ihres Kindes wird die Milchbildung angeregt. Aber die Hormone schaffen es auch, die Aufmerksamkeit der Mutter für ihr Kind zu erhöhen.

Eine verlässliche Antwort

Die Eltern reagieren zumeist ganz richtig und instinktiv, wenn es um das Wohl ihres Babys geht. Das Baby gibt verschiedene Laute von sich und die Mutter erkennt daran, was das Neugeborene braucht. Dadurch kann die Mutter richtig reagieren. Die Mutter ist beschäftigt mit tragen, in den Schlaf wiegen oder schmusen mit dem Baby.

So wird ein Ausgleich geschaffen, denn im Mutterleib war das Baby rundum versorgt. Durch die Nabelschnur bekam das Baby die wichtigen Nährstoffe und seine Nahrung. Nun ist im besten Fall die Muttermilch lange Zeit die Nahrung für das Baby. Der Säugling wird dadurch nicht verwöhnt, sondern ein Baby ist auf Hilfe angewiesen.

Die Gebärmutter wirkte wie eine gemütliche Höhle für das Kind. Nach dem Geburtsvorgang wird dieses Wohlfühlgefühl unterbrochen. Wenn die Wärme der Mutter nicht gegeben ist, dann bekommt das Baby Angstzustände. Daher schreit das Baby, wenn seine Bedürfnisse nicht gestillt werden. Wenn die Mutter und die Menschen um das Baby herum, ihm Vertrauen geben, dann bekommt das Kind auch das nötige Urvertrauen.

Die Vater-Kind-Bindung/Beziehung

Durch eine Schwangerschaft sind Mutter und Kind sowieso ganz eng zusammengeschweißt. Es entsteht schon im Mutterleib eine enge Bindung zum Kind. Stillen ist dann noch zusätzlich ein hoher Faktor, dass die Bindung stärker wird.

Väter haben es in der Regel etwas schwerer, gleich eine starke Bindung zum Kind aufzubauen. Es gibt auch Väter, die Angst haben, etwas falsch zu machen, das Baby vielleicht sogar zu verletzen. Säuglinge sind ganz zarte Wesen und nicht jeder Mann traut es sich zu, ein Baby sogar zu halten. Auf der anderen Seite sehen Väter auch, wie stark die Bindung des Babys zur Mutter ist. Dies kann dazu führen, dass sich manche Väter nicht wichtig vorkommen.

Vater und Kind

Aber Väter sind genauso wichtig für die Entwicklung des Babys. Sie können mit dem Kind genauso schmusen oder für seine Unterhaltung sorgen. Väter können das Baby auch wickeln, baden oder tragen. Die Beziehung zum Vater ist für das Baby genauso essentiell. Nähe und Beisammensein mit dem Vater fördern die Entwicklung des Neugeborenen. Ein Vater, der sich gut um das Baby kümmert, verschafft der Mutter auch die oft dringend nötigen Pausen, gerade in der Anfangszeit.

Die Eltern-Kind-Beziehung ist ein ständiger Prozess

Was ist besonders wichtig, für eine gute Beziehung?

  • Energie
  • Zeit
  • Kraft und Ruhe in sich selbst

Die Haushaltshilfe

Eine Haushaltshilfe kann hier wirklich von großer Hilfe sein. Die Mutter muss gerade im ersten Monat oft nachts aufstehen. Das Baby schreit und will gefüttert werden. Dass es dabei zu einem Schlafmanko kommt, ist klar.

Auch Verwandte sowie Freunde können der Mutter helfen. Die Zeit nach der Geburt kann eine Herausforderung werden. Es kommt manchmal vor, dass keine richtige Nähe zwischen der Mutter und ihrem Baby entsteht. Dies kann auch beim Vater der Fall sein. Dies gelingt nicht immer auf Anhieb, für die richtige Bindung zu sorgen. Manchmal schreien Babys häufiger als normal in der Nacht. Dann kommt es zu Übermüdung der Mutter oder der Eltern.

Bei der Mutter kann auch eine Wochenbettdepression entstehen. Übermüdung oder Depression zehren an den Kräften der Mutter. Sorgen, die man sich macht, soll man mit nahen Verwandten, denen man vertraut, besprechen. Aber auch mit anderen Eltern kann man sich in Gesprächen austauschen. Die Hebamme oder den Arzt kann man auch um Hilfe fragen. Wichtige Tipps gibt es unter anderem in Elternschulen, Eltern-Kind-Kursen oder einem Kurs zur Babymassage. Die Tipps helfen, im neuen Alltag mit einem Baby besser zurecht zu kommen.

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