Geburtsbegleitung: Wer fühlt sich angesprochen?

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Geburtsbegleitung: Wer fühlt sich angesprochen?

Mo., 02/04/2019 - 19:20
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Eine Geburt ist ein sehr emotionales Erlebnis - für Mutter und Kind! Der Geburtsvorgang selbst ist aber vor störenden Ereignissen nicht gefeit.

Die Störanfälligkeit ist sehr hoch und die werdende Mutter soll sich gut überlegen, wen sie als Begleitperson mitnimmt. Die begleitende Person soll verständnisvoll sein und einfühlsam. Eine gewisse Sensibilität ist auch von entsprechenden Nutzen. Im folgenden Artikel geht es um:

  • Wie sieht die Rolle der Hebamme aus?
  • Im Kreißsaal mit dem Vater oder einer anderen Begleitperson
  • Geduld ist wichtig sowie die Selbstversorgung

Die Vertrauensperson

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich werdende Mütter wünschen, die Geburt mit Vertrauenspersonen zu erleben. Eine Atmosphäre mit vertrauten Personen ist daher sehr wichtig. Eine Geburt ist der Glücksmoment schlechthin für eine Hochschwangere und für eine Frau wohl das wichtigste Ereignis.

Dabei soll die Geburt glücklich verlaufen und daher wollen die meisten Frauen den Partner bei der Geburt dabei haben. Eine erfahrene Geburtshelferin darf dabei auch nicht fehlen. Es muss allerdings nicht immer der Vater sein. Auch die beste Freundin oder die eigene Mutter können als Begleitperson fungieren. Daneben gibt es auch manchmal Mütter, die keinen Partner mehr für die Geburt haben. Da es im Vorfeld schon eine Trennung gab.

In solchen Fällen ist es besonders wichtig, eine Vertrauensperson des Herzens mit zu haben. Die Begleitperson soll die kommende Mutter bestens bei der Geburt unterstützen können.

Der Geburtsvorgang

Der Geburtsvorgang ist eine anstrengende Prozedur und nicht einfach. Die Mutter braucht dabei viel Konzentration und die Geburt selbst ist ein äußerst intimes Ereignis. Daher muss gut überlegt werden, wer letztendlich tatsächlich bei der Geburt dabei sein soll. Manche Frauen hingegen wollen in der Tat niemanden als Begleitperson dabei haben. In diesem Fall vertrauen sie auf ihre eigene Kraft und Stärke und wollen ihr Kind alleine zur Welt bringen. Die Geburt ist für jede Frau ein vollkommener Glücksmoment, ein sonniges Glücksgefühl. Dieses Glücksgefühl kann nur eine Mutter nachempfinden.

Wie viele Personen?

Die Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll ist, wenn maximal zwei Leute bei der Geburt mit anwesend sind und begleiten. Wenn zwei Personen die zukünftige Mutter begleiten, können diese zwei sich gegenseitig in der Begleitung abwechseln. Dieser Wechsel sollte aber auch wieder nicht zu oft geschehen, denn dann kommt Unruhe mit ins Spiel. Dabei könnte der Geburtsvorgang erheblich gestört und negativ beeinflusst werden.

Die Hebamme ist auch da!

Aber auch ohne eine vertrauenswürdige Begleitperson, ist die Frau nicht alleine. Eine Hebamme stellt sich dann umso intensiver auf ihre Betreuung ein. Eine Gebärende ohne Angehörige zur Begleitung wird dann von der Geburtshelferin besser betreut.

Was ist die Rolle der Hebamme?

Wenn die Hochschwangere in den Kreißsaal aufgenommen wird, fängt die Betreuung der Hebamme an. Die Aufgabe einer Hebamme ist es, die werdende Mutter bestmöglich zu betreuen. Auch die Begleitung durch die Hebamme ist immens wichtig. Ebenso spielt die Versorgung durch die Hebamme eine große Rolle. Die Hebamme ist auch dafür zuständig, die Schmerzen in der Zeit der Wehen so klein als möglich zu halten. Schmerzbekämpfung und Schmerzminimierung spielt in der Betreuung durch die Hebamme eine wichtige Rolle.

Während der Geburt

Die Austreibungsphase beim Geburtsvorgang wird mit der Mutter abgestimmt und die Geburtshelferin bespricht die Position, in der die Mutter gebären will. Durch die Muskulatur des Beckens wird das Köpflein nach draußen geschoben. Dies ist die Zeit, wo die Hebamme den neuen Erdenbürger quasi empfängt. Sie kümmert sich auch um das Wohlergehen des Neugeborenen gleich nach dem Geburtsvorgang.

Es wird nachgesehen, ob das Baby ganz gesund ist. Das Baby wird gewogen und gemessen. Die Hebamme unterstützt und hilft der Mutter, ihr Baby an die Brust zu legen. Hebammen dürfen per Gesetz auch ohne einen anwesenden Arzt bei der Nachsorge helfen. Dies ist auch bei der Geburt selbst der Fall und auch die Wochenbettbetreuung darf die Hebamme ohne einen Artz machen. Bei etwaigen Ungereimtheiten muss jedoch ein Arzt kontaktiert werden. Hier fallen die Hausgeburten ebenso hinein, wie die Geburten in einer Frauenklinik.

Im Kreißsaal mit werdendem Vater oder Begleitperson

Sehr viele Frauen bitten den Partner (die engste Vertrauensperson), sie bei der Geburt zu unterstützen und bei ihnen zu sein. Wenn er gut vorbereitet ist, kann der Mann seiner Partnerin eine große Hilfe sein. Der werdende Vater könnte die Schwangere während der Wehen stützen und sicher halten, sie eventuell massieren oder ihr einfach nur für sie da sein.

Männer und die Geburt

Faste jede Frau möchte ihren Partner, den Mann an ihrer Seite, als Begleitung mit in den Kreißsaal nehmen. Der eigene Partner ist die beste Vertrauensperson in dieser Situation. Schließlich ist die Geburt des Kindes auch für den Vater ein Glücksmoment und ein einzigartiges Ereignis. Gut vorbereitete Väter sind eine große Stütze während der Geburt.

Sie helfen der Partnerin, zu entspannen und auch die wichtigen Atemübungen nicht zu vergessen. Die Gebärende empfindet es als besonders angenehm, wenn der Partner sie massiert. Es ist aber auch oft schon die sprichwörtliche starke Schulter zum Anlehnen angenehm. Der Partner als Vertrauensperson und Vater des Kindes gibt jede Menge positive Kraft. Männer sind oftmals genauso nervös bei der Geburt wie die Mütter selbst.

Nicht als Paar im Kreißsaal

Einige Paare wollen jedoch kein gemeinsames, bleibendes Erlebnis haben. In einem solchen Fall will die Frau ihr Kind alleine gebären. Einige Männer können auch die Schmerzen der Partnerin nicht ertragen. Sie sind zwar das stärkere Geschlecht, aber sie sind oft, was Geburten angeht, sensibler, was die Schmerzen angeht. Viele Männer leiden sozusagen auf unbewusster Ebene mit. Wenn eine Geburt nicht so verläuft, wie erwartet oder geplant, können Väter oft sehr verunsichert werden. Wenn Väter selbst mit Ängsten zu kämpfen haben, ist es besser, die Frau ist im Kreißsaal alleine.

Die Geburtssituation ist ja auch nicht unbedingt schön anzusehen. Eine Geburt ist ein blutiges Ereignis und manche Väter können damit nicht umgehen. Neben dem Vater oder Partner der Frau kann auch eine andere Begleitperson im Kreißsaal anwesend sein.

Weitere Personen

Außer dem Partner kann auch jede andere Vertrauensperson eine Frau zur Geburt begleiten. Ob das die beste Freundin, die Schwester, Mutter oder Schwiegermutter ist, richtet sich allein nach dem Bedürfnis der Frau.

Geduld und Selbstversorgung

Die Begleitperson muss daran denken, dass eine Geburt auch mehrere Stunden dauern kann. Daher sollte Geduld eine wichtige Eigenschaft einer Begleitperson sein. Begleitpersonen müssen dabei also komplett selbstständig agieren. Normale Bedürfnisse wie etwa trinken, schlafen oder essen stehen im Organisationsbereich der Begleitperson.

Auch um die eigene Bewegung muss sich die Begleitperson natürlich selbst kümmern. Daher sollt man nicht hungrig in den Kreißsaal mitgehen. Auch von Übermüdung ist eher abzuraten, denn dies ist keine echte Hilfe für die Gebärende. Eine Geburt erfordert vollste Konzentration, auch von der Begleitperson.

In einer Klinik gibt es oft Automaten, wo kleine Snacks angeboten werden. Auch Kaffeeautomaten sind meist zu finden, wo man auch Tee oder Kakao herunterlassen kann. Eine Klinik ist meistens auch mit einem Wasserspender ausgestattet, wenn man nur frisches Wasser möchte. Jede Klinik hat darüber hinaus auch eine Kantine mit einer Cafeteria. Diese, wie auch ein Kiosk, sind in der Nacht jedoch geschlossen.

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