• Wie können wir Wehen auslösen?

Um Wehen auszulösen: Zehn Maßnahmen, die helfen

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Um Wehen auszulösen: Zehn Maßnahmen, die helfen

Mi., 01/23/2019 - 16:57
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Eine werdende Mutter, die bereits kurz vor dem errechneten Geburtstermin steht, fiebert der Geburt entgegen. Für Mütter, die zum ersten Mal ein Baby auf die Welt bringen, ist es eine besondere Zeit. Es herrscht zwar Vorfreude, die jedoch etwas vermischt mit mulmigem Gefühl ist. Auch für Frauen, die bereits Gebärende waren, ist jede Schwangerschaft ein Erlebnis.

Es gibt einige natürliche Möglichkeiten, wie man Wehen auslösen kann. Diese zehn Maßnahmen werden im folgenden Text erläutert. Die Tipps sind unter Müttern auch bekannt und es handelt sich auch um Hausmittel. Jede Hochschwangere wird sich freuen, von verschiedenen Methoden zu hören und diese dann vielleicht auch selbst anwenden.

Zehn Maßnahmen zur Wehenförderung und zur Einleitung von Wehen

Der Text will Dir einige Möglichkeiten aufzeigen, um die Wehen auszulösen. Es handelt sich um gängige Mittel, den Geburtsvorgang in Gang zu bringen. Manche Maßnahmen sind bedenkenlos selbst anwendbar und bei einigen brauchst Du fachliche Hilfe. In dem Fall solltest Du einen Facharzt oder eine Hebamme zu Rate ziehen. Zuletzt präsentieren wir Dir noch einige Methoden, wovon professionelle Geburtshelfer abraten.

Eine Massage kann bei Dir Wehen fördern

Für diese Massage werden verschiedene Öle gemischt.

  • 10 ml Mandelöl
  • dazu kommt Zimtöl und zwar zwei Teelöffel voll
  • Ingweröl
  • Eisenwurzöl und
  • betörend riechendes Nelkenöl

Bevor die Massage starten kann, wird der Bauch etwas mit Wasser nass gemacht. Dein Partner oder Du selbst kann anschließend mit der Massage beginnen. Auf diese Weise kann das Öl besser vom Bauch aufgenommen werden. Daraufhin werden die gemischten Öle zart auf dem Bauch einmassiert. Die Massage sollte selbstverständlich nicht zu fest erfolgen. Es soll ja eine stimulierende Massage sein, um die Wehen auszulösen und das Baby sanft auf die Erde zu begleiten.

Diese Öle sind muskelstimulierend, die Gebärmutter betreffend:

  • Ingwer
  • Nelken
  • Zimt
  • Eisenwurz

Durch diese Ölrezeptur werden die Wehen gefördert beziehungsweise eingeleitet. Das Fazit: Eine unbedenkliche und sanfte Art der Wehenförderung, die auch angenehm ist - für Mutter und Kind!

Sogenannte Wehencocktails oder Abführmittel, um Wehen auszulösen

Durchaus bekannt ist das Mittel, Rizinuscocktail genannt. Es ist jedoch davon abzuraten, dies alleine anzuwenden. Denn Ärzte raten Hochschwangeren davon ab, einen solchen "Cocktail" anzuwenden. Es gibt Wehencocktails, die abführend wirken und den Darm beeinflussen, so wie es normale Abführmittel tun. Durch diese Wehencocktails kann man Geburtswehen auslösen. Bei dieser Methode der Wehenauslösung kann es aber zu Nebenwirkungen kommen.

So kann zum Beispiel Flüssigkeitsmangel auftreten und auch der Darm kann geschädigt werden. Weitere Nebenwirkungen, die dabei auftreten könnten:

  • Durchfall
  • Darmkrämpfe
  • Übelkeit

Der Muttermund ist noch nicht so weit gedehnt, dass der Geburtsvorgang eingeleitet wird. In diesem Fall kann dann vielleicht sogar das ungeborene Kind geschädigt werden. Dem Kind kann die Sauerstoffversorgung etwas entzogen werden. Bei vorzeitigen Wehen ist das Neugeborene enormem Stress ausgesetzt. Wenn eine werdende Mutter dem Abführmittel auch Alkohol beifügt, dann wird die Sache gefährlich! Mit Alkohol wird das Abführmittel geschmacklich angenehmer gemacht.

Das Fazit: Diese Methode ist zwar weit verbreitet, aber absolut nicht zu empfehlen!

Ein warmes, angenehmes Bad zur Weheneinleitung

Wenn der Kreislauf stabil ist, kann man sich ein warmes Bad einlaufen lassen. Kurz vor dem Geburtsvorgang ist dies auch entspannend für die Hochschwangere. Durch die Wärme können die Wehen eingeleitet werden. Das warme Bad wird besonders durch ätherische Öle entspannend.

Folgende ätherischen Öle können bedenkenlos verwendet werden:

  • Nelkenöl
  • Ingwerwurzelöl

Auch Zimtblätter können dem warmen Bad beigegeben werden. Die Kräuter werden ins warm einlaufende Badewasser beigemengt. Schwangere werdende Mütter im letzten Trimester sollten beim Baden aber nicht alleine zuhause sein! Schwangere leiden manchmal unter Kreislaufproblemen und könnten im warmen Bad auch ohnmächtig werden.

Ein warmes Bad kurz vor dem errechneten Geburtstermin kann hilfreicher sein, als man denkt. Das warme Bad ist eine sehr sanfte Methode, um die Wehen ins Rollen zu bringen.

Das Fazit: Wenn es keine Bedenken, den Kreislauf betreffend gibt, dann ist dieses Mittel sehr entspannend.

Wehen können durch Geschlechtsverkehr ausgelöst werden

Ein sehr bekanntes Mittel, um Wehen auszulösen, ist Geschlechtsverkehr, Sex. Vor dem Geburtstermin sollten die Partner miteinander schlafen. Dies hilft, den Muttermund zu dehnen, zu öffnen und Wehen auszulösen. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass mit Geschlechtsverkehr kurz vor dem Geburtstermin, die Geburt eingeleitet wird. Oxytocin ist ein Wehenhormon, welches durch sexuelle Stimulation vermehrt ausgeschüttet wird. Im Sperma sind Prostaglandine enthalten, wobei es sich um Gewebehormone handelt.

Diese Prostaglandine sind auch in Medikamenten enthalten, die zur Geburtseinleitung dienen. Dadurch wird der Muttermund weich, dehnbar und der Gebärmutterhals wird länger, sprich, es dient dessen Unterstützung. Wenn die Frau einen Orgasmus bekommt, wird die Gebärmutter zusammengezogen. Dies führt dazu, dass die Wehen eingeleitet werden.

Das Fazit: Hat die werdende Mutter noch Spaß daran, spricht nichts dagegen!

Durch eine Stimulation der Brustwarzen kann man Wehen auslösen

Diese Art und Weise, zu versuchen, Wehen auszulösen, ist nur unbedenklich, wenn der Muttermund schon weich ist. Hierbei werden von der Schwangeren oder ihrem Partner die Brustwarzen massiert und stimuliert. Über einen langen Zeitraum sollen die Brustwarzen massiert werden, aber auch nur, wenn ein Geburtshelfer Anleitung geben kann. Durch die Massage wird ebenfalls Oxytocin ausgeschüttet, das Wehenhormon. Die Stimulation der Brustwarzen ist sehr effektiv dabei, die Wehen auszulösen. Wenn die Gebärmutter schon auf die Geburt eingestellt ist, ist diese Methode äußerst hilfreich.

Denn die Wehen können damit in der Regel schnell eingeleitet werden. Es dauert oft nur eine Stunde, bis die Wehen dann einsetzen. Wenn die Brustwarzen jedoch zu stark massiert werden und zu lange, kann es passieren, dass die Wehen zu heftig ausfallen. Dann kommt es zu einer Überreaktion und starke Wehen können einsetzen. Daher ist die Obhut einer Hebamme von Vorteil, denn Überstimulation kann hohen Stress bei Mutter und Kind auslösen.

Das Fazit: Sehr effektive Methode, aber eine Hebamme muss anwesend sein!

Etwas körperliche Arbeit, um Wehen auszulösen

Jeder werdenden Mutter sollte klar sein, dass schwere körperliche Arbeiten in der Schwangerschaft zu vermeiden sind. Natürlich gilt das im Besonderen für das letzte Trimester oder das letzte Monat vor der Geburt. Eine Geburt ist in der Regel sehr kräfteraubend. Leichtere Kraftanstrengungen mit körperlicher Tätigkeit kann auch Wehen auslösen. Das Kind im Mutterleib wird durch das Bewegen in die richtige Lage gebracht. Es rutscht sozusagen in die optimale Position für die bevorstehende Geburt.

Auch ein ausgedehnter Spaziergang am Ende der Schwangerschaft kann das Kind in die günstigste Startposition bringen. Der Kindskopf rutscht so besser auf den Hals der Gebärmutter. Dies wiederum setzt wieder Oxytocin frei, das die Wehen auslöst. Denselben Effekt hat es, wenn man Kreisbewegungen auf dem Gymnastikball macht. Dabei sollte die werdende Mutter ihr Becken kreisen lassen. Durch die Kreisbewegungen begiebt sich das Babyköpfchen in die richtige Lage.

Das Fazit: Es handelt sich dabei um eine bedenkenlose Methode und macht zusätzlich noch Spaß!

Alternative Praktiken zur Weheneinleitung

Die Homöopathie leistet auf diesem Spezialgebiet auch gute Dienste. Alternativtherapien, um die Wehen einzuleiten, gibt es in der Homöopathie einige. Die schwangeren Mütter empfinden diese in der Regel als sehr angenehm. Es kommen dabei Globulis zur Anwendung und es handelt sich dabei um Streukügelchen. Um die Gebärmutter zu stärken, werden die Globuli Caulophyllum D30 sowie D6 empfohlen. Diese sind wehenfördernd und wirken auf die Gebärmutter ein.

Auch die Reflexzonenmassage kann hier hilfreich sein. Bestimmte Reflexzonen der Füße oder auch Hände können die Wehen einleiten. So kann beispielsweise sanfter Druck auf die Hautfalte, die zwischen dem Daumen sowie Zeigefinger liegt, helfen, die Wehen auszulösen. Experten in der Fußreflexzonenmassage führen solche Maßnahmen durch.

Das Fazit: Diese Methode ist einen Versuch wert!

Wehen kann man auch mit Nelkenöl-Tampon auslösen

Das Nelkenöl sowie das Mandelöl vermischt man und verdünnt es. Es darf nicht pur verwendet werden. Daraufhin wird ein Tampon in der Flüssigkeit getränkt und diesen führt man in die Vagina ein. Der Muttermund soll durch die ätherischen Öle weicher werden. Es ist aber empfehlenswert, diese Methode nur in Absprache mit einer Geburtshelferin durchzuführen. Es kann vorkommen, dass der getränkte Tampon zu Beginn sehr in der Scheide brennt. Ist dies der Fall, soll der Tampon entfernt werden.

Das Fazit: Diese Methode ist auch einen Versuch wert, in Absprache mit einer Hebamme!

Andere Hilfsmittel, um Wehen einzuleiten

Über die Ernährung können Wehen ausgelöst werden. Die Wehen können auch über bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst werden. Hier empfiehlt sich stark gewürztes Essen, wie beispielsweise Chilli sowie Cayenne-Pfeffer. Diese Gewürze sind sehr darmanregend und dieser liegt nahe der Gebärmutter. Es kann also durchaus begünstigend wirken und Wehen einleiten.

Folgende Gewürze können Wehen der Frau begünstigen:

  • Ingwer
  • Zimt
  • Nelken
  • Majoran
  • Koriander

Auch der Ananas wird nachgesagt, dass sie Wehen auslösend wirkt. Diese Nahrungsmittel können durch besondere Inhaltsstoffe Wehen auslösen. Im Fall der Ananas verfügt diese über spezielle Enzyme, die den Muttermund weiten.

Das Fazit: Hier kann die Hochschwangere nichts falsch machen und es ausprobieren!

Auch Getränke können Wehen auslösen

Es gibt Tees mit wehenfördernden Ingredienzien. Diese kann man im Reformhaus oder in einer Apotheke beziehen. Tee, der Wehen fördert:

  • Zimt
  • zehn Stück Gewürznelken
  • frische Ingwerwurzel
  • ein EL getrocknetes Eisenkraut

Die Teemischung wird mit gekochtem Wasser übergossen. Den Tee lässt man dann zehn Minuten durchziehen. Der Tee wird dann lauwarm mit kleinen Schlucken getrunken. Die Prozedur verteilt man über den Tag hindurch.

Andere wehenfördernde Kräuter:

  • Salbei
  • Anis
  • Himbeerblätter
  • Eisenkraut
  • Liebstöckel
  • Fenchel

Davon abgesehen, sind dies schmackhafte Tees, um die Seele baumeln zu lassen. Das Fazit: Beim Teetrinken kann nichts falsch gemacht werden!

Auch durch Treppensteigen kann man Wehen auslösen

Treppen zu steigen ist anstrengend und alleine schon deshalb können Wehen bei der hochschwangeren Frau einsetzen. Es ist eine Belastung für den Körper, wobei es zu einer Blutumverteilung kommt. Die Plazenta wird durch die körperliche Anstrengung besser durchblutet, was sich positiv zur Weheneinleitung auswirkt. Wenn der Geburtstermin knapp davor steht, sollte man sich die Kräfte lieber für die Geburt aufsparen. Auch Ärzte raten vom Treppensteigen bis zuletzt in der Schwangerschaft eher ab.

Das Fazit: Es ist ratsamer, seine Kräfte aufzusparen - die Geburt ist anstrengend genug!

Immer Arzt und Hebamme fragen!

Bei allen vorgestellten Möglichkeiten muss eines ganz klar sein: Entscheide nie ganz alleine, ob Du eine solche Maßnahme ergreifen möchtest. Frage bitte immer Deinen Arzt oder Deine Hebamme. Jede Schwangerschaft ist anderes verlaufen und jeder Gesundheitszustand ist individuell zu beurteilen. Deshalb verstehen wir hier diesen Text nur als Vorstellung von Möglichkeiten und nicht als medizinische Anweisung.

Letztlich kann Stillgruppen.de Deine ganz persönliche Situation nicht beurteilen und rät dringend von der einfachen Umsetzung der Möglichkeiten ab. Eine abschließende Entscheidung kann nur der Arzt oder Deine Hebamme treffen! Vielen Dank für Dein Verständnis.